Digitale Souveränität

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Selbstbestimmt digital handeln

Digitale Technologien sind ein fester Bestandteil des Unternehmensalltags. Damit wächst jedoch auch die Frage, wie abhängig Unternehmen von einzelnen Softwarelösungen, Cloud-Diensten und Anbietern sind.

Digitale Souveränität bedeutet, im digitalen Raum selbstbestimmt und handlungsfähig zu bleiben. Für Unternehmen heißt das insbesondere, die Kontrolle über die eigenen Daten und IT-Systeme zu behalten, Abhängigkeiten zu kennen und digitale Strukturen möglichst transparent, langfristig nutzbar und flexibel anpassbar zu gestalten.

Wie digital souverän ist Ihr Unternehmen?


Wo werden Ihre Unternehmensdaten gespeichert? Wie abhängig sind wichtige Geschäftsprozesse von einzelnen digitalen Diensten? Und könnten Sie bei Bedarf auf andere Anbieter oder Lösungen wechseln?

Solche Fragen helfen dabei, die eigene digitale Souveränität genauer zu betrachten. Denn Abhängigkeiten können an ganz unterschiedlichen Stellen entstehen – von der eingesetzten Software und Cloud-Lösung über die Datenhaltung bis hin zu Schnittstellen und Dateiformaten.

Machen Sie den Selbstcheck und setzen Sie sich mit der digitalen Souveränität Ihres Unternehmens auseinander.

Warum digitale Souveränität wichtig ist

Digitale Souveränität kann dazu beitragen, die eigene Handlungsfähigkeit zu sichern und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu reduzieren. Dabei gibt es nicht die eine Lösung für jedes Unternehmen. Je nach Größe, Branche und vorhandener IT-Infrastruktur können unterschiedliche Aspekte eine Rolle spielen – beispielsweise Datensicherung, offene Datenformate, Schnittstellen, lokale oder cloudbasierte Datenhaltung sowie Open-Source-Lösungen. 

Entscheidend ist, die eigene Situation zu kennen und bewusst abzuwägen, welche Lösungen zu den Anforderungen des Unternehmens passen.

Digitale Souveränität in der Praxis


Wie das konkret aussehen kann, zeigt das Beispiel der UP Umweltanalytische Produkte GmbH. Das Unternehmen wollte seine Abhängigkeit von einzelnen Softwarelösungen verringern und bislang getrennt eingesetzte Programme und Services besser miteinander vernetzen. Dazu gehörte auch das Ziel, künftig weniger Microsoft-Lösungen einzusetzen und die eigenen Systeme auf Linux umzustellen.

Gemeinsam mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland wurden mögliche Open-Source-ERP-Systeme recherchiert und bewertet. Anschließend konnte eine Demo-Version eingerichtet und von den Mitarbeitenden erprobt werden. 

Weiterführende Informationen

Digitale Souveränität kann für Unternehmen je nach Ausgangslage unterschiedliche Herausforderungen mit sich bringen. Die Unterlage Use-Cases für Digitale Souveränität betrachtet verschiedene Unternehmenstypen und zeigt beispielhaft Ausgangslagen, Risiken, Kosten, Nutzen und mögliche Lösungsansätze auf.