Veranstaltungsrückblick: JadeBay Innovations-Kolleg

Fotos: Frank Happe, Wirtschaftsförderkreis Harlingerland e. V.

Heiko Rieken unterstützte am 09. April 2026 die JadeBay GmbH Entwicklungsgesellschaft im Rahmen des “Innovations-Kolleg” mit einem Workshop zur digitalen Disruption.

Innovationen im eigenen Unternehmen umzusetzen ist keine einfache Sache. Neben einem langen Atem braucht es da natürlich auch kreative Vorgehensweise zur Ideenentwicklung und -umsetzung. Die JadeBay GmbH bietet hier Unterstützung: Im Frühjahr 2026 werden im kostenfreien Qualifizierungsprogramm “Innovations-Kolleg” 12 Mitarbeitende aus verschiedenen Unternehmen der Region zu Innovationslots*innen weitergebildet. Das Programm umfasst 9 Module und ist dabei genau so bunt und vielfältig wie die Gruppe selbst.

Modul 3 des Programms – “Trends, Tools und Thinking Big” – durfte das Mittelstand-Digital Zentrum Bremen-Oldenburg unterstützend begleiten. Im “Nightmare Competitor”-Workshop wurde den Teilnehmenden in den Räumen des Wirtschaftsföderkreis Harlingerland in Wittmund das Prinzip der digitalen Disruption von Geschäftsmodellen mit Hilfe moderner Technologien näher gebracht.

Im praktischen Teil wurde dann der titelgebende “Wettbewerber aus dem Albtraum” konzipiert – also wie sähe ein zukünftiger Konkurrent aus, der mein eigenes Geschäft extrem unter Druck setzt? Durch diesen Perspektivwechsel sollen die Schwächen und Risiken im eigenen Modell sichtbar gemacht, aber auch die eigenen Stärken erkannt werden. Da die Teilnehmenden aus sehr unterschiedlichen Unternehmen kamen, wurde ein fiktives Beispiel als Grundlage vorgegeben: Die “Schmidt Möbelmanufaktur GmbH”, ein Familienbetrieb aus dem ländlichen Raum mit sowohl typischen als auch individuellen Herausforderungen. In rund zwei Stunden erarbeiteten zwei Teams gemeingefährliche Wettbewerber zur Möbelmanufaktur. Dabei wurde viel über innovative Technologien gesprochen und auch ungewöhnliche Geschäftsideen diskutiert.

Am Ende stellten die Teams ihre Ergebnisse im gegenseitigen Pitch vor – und stellten fest, dass der Wechsel der Perspektiven sehr spannende Ergebnisse hervorbringen kann. Dabei wurde auch schon etwas weiter in die Zukunft geschaut und Prognosen über die Entwicklung möglicher Technologien getroffen.

Beide Gruppen kamen zum Ergebnis, dass 3D-Druck eine echte Konkurrenz zur klassischen Manufaktur darstellen könnte. Diese könnte vielleicht in Zukunft auch holzbasiertes Filament nutzen und auch größere Möbelstücke produzieren. Und warum den Drucker nicht gleich auf die Straße (oder Schienen?) bringen und beim Trabsport produzieren lassen, wenn die Möbel sowieso irgendwie zu den Kund*innen nach Hause gebracht werden müssen? Individuell werden die Möbel dann mit Hilfe von KIs: Diese könnten selbst erstellte Skizzen analysiert und daraus stabile und wertige Möbel designen. Und wäre ein hypothetisches Holzfilament nicht auch viel nachhaltiger? Und wie wäre es dann mit “Möbel-as-a-Service”…?

Es wurden viele Ideen erarbeitet, die der Familie Schmidt das bestehendes Geschäft echt schwer machen würden. Wie müsste das Unternehmen denn jetzt reagieren? Und wie müsste mein eigenes Unternehmen reagieren, wenn mir plötzlich ein Nightmare Competitor entgegentritt? Genau diesen Perspektivenwechsel haben die Teilnehmenden mitgenommen und können nun selbst prüfen, ob und wie sie die dargestellte Methodik im eigenen Unternehmen anwenden.

Wurde ihr Interesse geweckt und möchten Sie auch für Ihr Unternehmen mit uns einen Nightmare Competitor entwickeln?
Kontaktieren Sie uns gerne über das Kontaktformular: https://digitalzentrum-hb-ol.de/kontakt/

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